deep fresh – die innovative Textilreinigung von Fred Butler

Erfahren Sie hier alles über unser umweltfreundliches deep fresh Reinigungsverfahren mit recyceltem CO2.

Im Alltag oft verwendet: Kohlendioxid

Kohlenstoffdioxid, CO2, meist Kohlendioxid genannt, ist ein farbloses, geruchsneutrales und nicht brennbares Gas. Es besteht aus Kohlenstoff und Sauerstoff und ist ein natürlicher Bestandteil der Luft. Im Alltag findet Kohlendioxid vielfältigste Verwendung. So enthalten viele Getränke Kohlendioxid oder auch „Kohlensäure“. Aus einem Gemisch aus kaltem CO2 und Luft entsteht Trockeneis, und auch die meisten Feuerlöscher beinhalten wegen der sauerstoffverdrängenden Eigenschaften CO2.

CO2 als effektives Reinigungsmittel

In flüssiger Form ist CO2 ein hochwirksames Reinigungsmittel. Schon seit Jahrzehnten verwendet die amerikanische Luftfahrtindustrie die kristallklare Flüssigkeit zur Reinigung sensibler Instrumente. Mitte der 90er Jahre wurde das Reinigungsprinzip in den USA zum ersten Mal für Textilien getestet.

Gemeinsam mit dem schwedischen Konzern Electrolux hat The Linde Group spezielle Reinigungsmaschinen entwickelt, die eine besonders farb- und faserschonende Reinigung ermöglichen. Fred Butler hat dieses Verfahren bis zur industriellen Marktreife für Textilreinigungsunternehmen gebracht.

Das umweltfreundliche Reinigungsverfahren von Fred Butler

In speziellen Anlagen wird Kohlendioxid, das bei industriellen Produktionsprozessen anfällt, gereinigt und aufbereitet. Tanklaster bringen das Gas zu den zentral gelegenen Fred Butler Reinigungsanlagen. Dort wird es in großen Tanks gelagert. Für den eigentlichen Reinigungsprozess wird das Gas unter Druck (50 bar) in den flüssigen Zustand gebracht.

Die Maschinen werden mit etwa 15 kg Textilien beladen. Das System saugt die Luft ab und füllt die Waschkammer mit rund 120 kg flüssigem CO2 mit ca. 50 bar Druck aus dem maschineninternen Vorratstank. Gleichzeitig werden biologisch abbaubare Waschsubstanzen beigegeben. Das flüssige CO2 dringt tief in die Fasern ein und löst dabei Fett, Öl und andere Schmutzpartikel vollständig aus dem Gewebe.

Das flüssige CO2 sowie der hohe Druck in der Waschkammer sorgen dafür, dass die Textilien während des Waschgangs in einem nahezu schwebenden Zustand gehalten werden. Die Waschtrommel dreht sich sehr langsam, und der Reinigungsprozess ist deutlich kürzer als bei herkömmlichen Verfahren. Das führt zu einer geringeren mechanischen Beanspruchung des Gewebes. Die Lebensdauer der Materialien erhöht sich um bis zu 40 Prozent wie u. a. im EU-Life-Report berichtet wird. Mit dem innovativen CO2-Tiefenreinigungsverfahren lassen sich auch anspruchsvolle Materialien wie Leder, Daunen und Pelze schonend reinigen.

Nach dem ersten Bad bei leicht drehender Trommel wird das CO2 mit dem Reinigungsverstärker und dem Schmutz abgelassen. Computer- und sensorgesteuerte Waschprogramme minimieren die Menge der benötigten Waschsubstanzen und helfen Wasser zu sparen.

Durch Destillation werden die Schmutzpartikel vom CO2 getrennt und ausgeschieden. Damit steht für den nächsten Waschgang wieder reines CO2 zur Verfügung. 98 Prozent des CO2 werden im Vorratstank für die erneute Verwendung zwischengelagert und können für 50 bis 100 Reinigungsprozesse wieder eingesetzt werden.

Die Kleidung ist sofort kühl, hygienisch sauber und trocken entnehmbar. Je nach Textilart und Verwendungsbereich wird der Waschgang um eine Nassreinigung bei Temperaturen von 30°C, 60°C oder auch 95°C ergänzt. Dabei werden ausschließlich biologisch abbaubare Waschsubstanzen eingesetzt, so dass das Reinigungsverfahren insgesamt allen umweltökologischen Anforderungen entspricht.

Die Fakten in Kürze

  1. Aufbereitung des Kohlendioxids in speziellen Anlagen.
  2. Tanklaster bringen das Gas zu den zentral gelegenen Fred Butler Reinigungsanlagen.
  3. Einleitung des flüssigen CO2 in die Reinigungsmaschine, Ergänzung von biologisch abbaubaren Waschsubstanzen.
  4. Das flüssige CO2 löst Fett, Öl und andere Schmutzpartikel aus den Textilien.
  5. Nach der Reinigung erfolgt die Destillation des CO2 zur Trennung der Schmutzpartikel.
  6. Erneute Verflüssigung des CO2 für den nächsten Reinigungsvorgang.
  7. Zwischenlagerung von ca. 98 Prozent des CO2 für weitere 50 bis 100 Reinigungsprozesse.
  8. Je nach Textilart und Verwendungsbereich gegebenenfalls Ergänzung des CO2-Tiefenreinigungsverfahrens mit einer Nassreinigung mit biologisch abbaubaren Waschsubstanzen (30°C, 60°C, 95°C) ergänzt.

Weitere Informationen als PDF

Weiterführende Links
Kohlendioxid: Herstellung, Eigenschaften und Verwendung

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